Seelischer Missbrauch

Die Prägung und Ausbildung seelischer Muster beginnt während der Schwangerschaft und setzt sich in der frühen Kindheit weiter fort.

Hat nun die Mutter in ihrer Kindheit, Gewalterfahrungen, sexuelle Übergriffe und Erniedrigungen oder schwere, dauerhafte Entwertungen erlebt, wird sie diese Erfahrungen unbewusst auf das werdende Kind im Mutterleib übertragen.

Ebenso übertragen auch Väter ihre negativen Erfahrungen unbewusst auf ihr Kind, wenn sie in ihrer Kindheit gedemütigt wurden oder seelisch traumatisierende Erlebnisse gehabt haben.

Traumatisierende Erfahrungen in der frühen Kindheit führen häufig zur Ausbildung von Persönlichkeitsstörungen.

Bei den schweren Formen der Persönlichkeitsstörungen (Narzisstische Störung und Borderline-Erkrankung), werden traumatische Erfahrungen in der Seele des Kindes „abgespalten“, damit das seelische Überleben des Kindes gesichert ist.

Werden diese ehemaligen Kinder nun selbst zu Eltern, setzt sich diese „Spaltung“ fort, indem nun die eigenen Kinder ebenfalls entwertet werden. Außerdem werden sie manipuliert und unbewusst dazu aufgefordert, ihre unerfüllbaren Wünsche zu erfüllen. Hierbei handelt es sich um einen seelischen Missbrauch, da die Bezugspersonen die eigenen Kinder für ihre eigenen Bedürfnisse funktionalisieren. Die Kinder ihrerseits verdrängen zunehmend ihre Gefühle auf Kosten der eigenen Entwicklung und Entfaltung.


Die Kinder, die mit narzisstischen Elternteilen oder Borderline-Erkrankten aufwachsen haben ständig das Gefühl, nicht zu genügen. Sie fühlen sich ohnmächtig und zum Teil nutzlos. Im Extremfall gar für die Unzufriedenheit der Bezugspersonen schuldig.